Mitmachen in Sehlde: Bürgerverein und Wählergemeinschaft

In Sehlde tut sich etwas: Bürgerinnen und Bürger sollen künftig mehr Möglichkeiten bekommen, sich aktiv am Dorfleben und an kommunalen Projekten zu beteiligen. Dazu planen Mitglieder der SPD-Fraktion im Gemeinderat um Arno Festerling die Gründung eines Bürgervereins. Aus dem Verein heraus könnte sich eine unabhängige Wählergemeinschaft für die nächste Gemeinderatswahl entwickeln. Eine öffentliche Informationsveranstaltung soll allen Interessierten zeigen, wie Mitmachen möglich ist und welche Ideen derzeit diskutiert werden.

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Wie alles begann

Die aktuelle Situation im Gemeinderat zeigt, dass die Ortsvertretung in Sehlde überschaubar ist: Neben Kandidaten der SPD gibt es einen Vertreter der Grünen, andere Parteien traten hier nicht an. Der SPD-Ortsverein ist inzwischen in den Samtgemeindeverband Baddeckenstedt fusioniert, weil sich kein neuer Vorstand mehr finden ließ. Gleichzeitig fehlt ein übergeordneter Rahmen, um vereinsübergreifende Initiativen wie das Kinderfest, den Weihnachtsmarkt oder mögliche neue Projekte wie das Osterfeuer gemeinsam zu organisieren.

Vor diesem Hintergrund hat Arno Festerling gemeinsam mit Mitgliedern der SPD-Fraktion den Impuls gegeben, neue Wege zu erkunden. „Ich sehe mich als Koordinator. Entscheidungen werden diskutiert und gemeinsam getroffen“, erklärt Festerling. Ziel sei es, Bürgerinnen und Bürger unabhängig von Parteizugehörigkeit zu motivieren, sich einzubringen.

Was Bürgerverein und Wählergemeinschaft leisten könnten

Der geplante Bürgerverein soll das Dorfleben bereichern, ohne bestehende Vereine zu ersetzen. Alle Interessierten können mitmachen – egal, ob sie politisch aktiv werden wollen oder nicht. „Man kann Mitglied im Bürgerverein sein, ohne für den Gemeinderat zu kandidieren“, so Festerling. „Uns braucht niemand vertrauen, niemand wird gezwungen. Einfach kommen, zuhören, mitmachen und eigene Ideen einbringen.“

Aus dem Bürgerverein heraus könnte sich später eine unabhängige Wählergemeinschaft bilden. Diese tritt bei Kommunalwahlen an, ist jedoch keine Partei. Entscheidungen werden vor Ort getroffen, Fraktionszwang gibt es nicht. Ziel ist eine sachorientierte Ratsarbeit, die sich an konkreten Projekten im Ort orientiert.

Mitmachen, informieren und einbringen

Geplant ist eine öffentliche Informationsveranstaltung spätestens Mitte Februar im Sportheim oder der Sporthalle. Datum und Uhrzeit werden Mitte Januar bekanntgegeben. Zwei Wochen später könnte bei entsprechendem Interesse die Gründungsveranstaltung folgen. Unter diesem Artikel können sich Interessierte für einen Newsletter eintragen, um über Termine, Hintergrundinfos und Beteiligungsmöglichkeiten informiert zu bleiben. Freiwillig können dabei auch Fähigkeiten und Interessen angegeben werden, um das Engagement gezielt zu koordinieren.

Ausblick

Mit dem Bürgerverein und einer möglichen Wählergemeinschaft sollen Ideen und Engagement wieder stärker zusammengeführt werden. Ob daraus tatsächlich eine neue Struktur entsteht, entscheidet sich nach der Informationsveranstaltung. Ziel bleibt: mehr Aktivität, mehr Austausch und eine offene Plattform für alle Bürgerinnen und Bürger von Sehlde.

Was eine Wählergemeinschaft ist

Eine Wählergemeinschaft ist keine politische Partei, sondern ein Zusammenschluss von wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern, die bei Kommunalwahlen antreten, ohne den Status einer Partei zu beanspruchen. Sie ist unabhängig von landes  oder bundespolitischen Programmen und konzentriert sich ausschließlich auf die lokale Politik vor Ort. Für die Teilnahme an Kommunalwahlen müssen Wählergemeinschaften ihre rechtmäßige Bildung nachweisen, eine Satzung haben und einen Vorstand nach demokratischen Grundsätzen bestimmen; sie können häufig, aber nicht zwingend, als Verein organisiert sein. Nach dem deutschen Kommunalwahlrecht dürfen Wählergemeinschaften nicht von der Teilnahme ausgeschlossen werden, nur weil sie keine Partei sind.

Ein Beispiel aus der näheren Umgebung ist das „Bürgerforum Baddeckenstedt“, das aus mehreren örtlichen Wählergemeinschaften einschließlich der „Bürger für Burgdorf“ gebildet wurde und im Samtgemeinderat vertreten ist.


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