Nach einem Starkregenereignis am 18. Mai 2026 musste die Freiwillige Feuerwehr Sehlde auch das eigene Feuerwehrhaus sichern. Laut Samtgemeinde blieb die Einsatzbereitschaft erhalten. #Sehlde #Feuerwehr #Starkregen #Baddeckenstedt
Am frühen Abend des 18. Mai 2026 kam es in Teilen der Samtgemeinde Baddeckenstedt zu einem lokalen Starkregenereignis. Nach Angaben der Feuerwehren der Samtgemeinde fielen örtlich rund 35 Millimeter Niederschlag innerhalb von etwa 30 Minuten. Mehrere Ortsfeuerwehren waren im Einsatz, unter anderem in Heere, Burgdorf, Hohenassel und Sehlde.
Auch die Freiwillige Feuerwehr Sehlde war betroffen. Während die Einsatzkräfte zunächst eine Ölspur im Ortsgebiet absicherten, drang später Wasser in Teile des Feuerwehrhauses ein.
Wasser drang in Garage des Altbaus ein
Wie Samtgemeindebürgermeister Frederik Brandt auf Anfrage von Sehlde.info mitteilte, war die Garage des Altbaus betroffen, in der unter anderem Boot und Einsatzfahrzeuge untergebracht sind. Die Feuerwehr entfernte Wasser und Schlammrückstände eigenständig aus dem Gebäude.
Nach Angaben der Samtgemeinde entstand dabei „kein faktischer Schaden“. Gelagertes Material sei nicht beschädigt worden. Die Einsatzbereitschaft der Ortsfeuerwehr sowie die Funktionsfähigkeit der örtlichen Einsatzleitung der Samtgemeinde seien zu keiner Zeit eingeschränkt gewesen. Das Gebäude sei weiterhin vollständig nutzbar.
Als Ursache nennt die Verwaltung den übergelaufenen Graben am Friedhof. Dieser konnte die Wassermengen infolge des punktuellen Starkregens nach Angaben der Samtgemeinde nicht mehr aufnehmen.
Feuerwehrhaus hat zentrale Funktion bei größeren Einsatzlagen
Das Feuerwehrhaus in Sehlde wurde ursprünglich 1969 errichtet und in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach erweitert. Die letzte größere Erweiterung erfolgte zwischen 2020 und 2022.
Neben der Ortsfeuerwehr ist dort auch die Örtliche Einsatzleitung der Samtgemeinde Baddeckenstedt untergebracht. Diese unterstützt bei größeren Schadenslagen wie Unwettern, Hochwasser oder Großbränden die Einsatzleitung im Hintergrund, koordiniert Funkverkehr und dokumentiert die Lageentwicklung.
Gerade bei Starkregenlagen kommt dieser Einrichtung eine besondere Bedeutung zu, da sie bei größeren Einsätzen als stationäre Führungsstelle genutzt werden kann.
Weitere Schutzmaßnahmen werden geprüft
Nach Angaben der Samtgemeinde wird derzeit geprüft, ob bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des Schutzes gegen Starkregen möglich sind. Eine weitergehende Schadensaufnahme sei nach aktueller Einschätzung nicht erforderlich.
Unabhängig vom aktuellen Ereignis bestehen im Bereich des Feuerwehrhauses bereits seit längerer Zeit bekannte Feuchtigkeitsprobleme im Anbau. Einen Zusammenhang mit dem aktuellen Wassereintritt sieht die Samtgemeinde jedoch nicht.
Auch in anderen Orten der Samtgemeinde kam es infolge des Starkregens zu Einsätzen. In Heere drohte Wasser in Wohnhäuser einzudringen, während in Hohenassel mehrere Klassenräume und die Heizungsanlage der Grundschule durch ein Wasser-Schlamm-Gemisch betroffen waren. Darüber berichteten die Feuerwehren der Samtgemeinde Baddeckenstedt sowie regionalheute.de.
