Der Gemeinderat Sehlde hat neue Spielgeräte für den Abenteuerspielplatz an der Innerste beschlossen. Außerdem ging es um die künftige Abrechnung von Bauhofarbeiten und die Beschlussfähigkeit des Rates. #Sehlde #GemeindeSehlde #AbenteuerspielplatzSehlde #Gemeinderat #Innerste
Die Sitzung des Gemeinderates Sehlde fand am Dienstag, 28. April 2026, im Gemeindebüro statt. Nachdem eine vorherige Sitzung wegen fehlender Beschlussfähigkeit kurzfristig ausgefallen war, standen diesmal mehrere organisatorische und kommunale Themen auf der Tagesordnung.
Neue Spielgeräte für den Abenteuerspielplatz an der Innerste beschlossen
Bürgermeisterin Annika Bollmeier informierte über einen Beschluss des Verwaltungsausschusses zur Anschaffung von drei neuen Spielgeräten für den Abenteuerspielplatz an der Innerste.
Der Spielplatz soll damit weiter aufgewertet werden. In den vergangenen Jahren waren mehrere ältere Spielgeräte auf Sehlder Spielplätzen wegen Mängeln zurückgebaut worden. Betroffen waren unter anderem die Spielplätze „Auf dem Dreieck“ und an der Ringstraße. Neben dem Abenteuerspielplatz an der Innerste besteht in Sehlde weiterhin der Spielplatz im Hammerloch.
Nach Angaben der Bürgermeisterin soll ein Teil der vorbereitenden Arbeiten gemeinsam mit dem Bürgerverein erfolgen. Die Lieferung der neuen Geräte werde voraussichtlich im Juli oder August erwartet.
Der Verwaltungsausschuss hatte die Anschaffung bereits vorbereitet. Das Gremium befasst sich unter anderem mit der Vorbereitung wichtiger Ratsentscheidungen und organisatorischen Verwaltungsfragen.
Warum die Bauhof-Vereinbarung geändert werden muss
Einstimmig beschlossen wurde außerdem eine neue öffentlich-rechtliche Vereinbarung über Bauhofdienstleistungen zwischen der Gemeinde Sehlde und der Samtgemeinde Baddeckenstedt.
Für viele Bürgerinnen und Bürger dürfte sich dabei zunächst die Frage stellen, was sich konkret verändert. Die eigentlichen Arbeiten des Gemeindearbeiters bleiben unverändert. Tätigkeiten wie Pflegearbeiten oder Arbeiten an öffentlichen Einrichtungen wurden bereits bisher ausgeführt.
Neu geregelt wird vor allem die Abrechnung dieser Leistungen. Hintergrund sind geänderte steuerrechtliche Vorgaben. Ohne eine neue öffentlich-rechtliche Vereinbarung müssten auf bestimmte Personalkostenerstattungen Umsatzsteuern gezahlt werden. Durch die neue Regelung soll dies für kleinere Gemeinden wie Sehlde möglichst vermieden werden.
Außerdem sollen die tatsächlich geleisteten Arbeiten künftig genauer erfasst und nachvollziehbarer abgerechnet werden. Bürgermeisterin Bollmeier bat in der Sitzung darum, die bisherigen Erfassungsunterlagen übersichtlicher zu gestalten, damit Leistungen leichter der Gemeinde oder der Samtgemeinde zugeordnet werden können.
Der Vertrag war zuvor erneut überarbeitet worden. Nach Angaben aus den Beratungen sah die Gemeinde Sehlde ihre Interessen im ersten Entwurf noch nicht ausreichend berücksichtigt.
Thema Beschlussfähigkeit erneut angesprochen
Unter dem Punkt Mitteilungen sprach Bürgermeisterin Bollmeier auch die kurzfristigen Absagen von Ratsmitgliedern an. Hintergrund war die zuvor ausgefallene Ratssitzung, die mangels ausreichender Teilnehmerzahl nicht stattfinden konnte.
Nach Aussage der Bürgermeisterin hinterlasse es keinen guten Eindruck bei Einwohnerinnen und Einwohnern, wenn Sitzungen kurzfristig ausfallen müssten.
In der Diskussion wurde außerdem angesprochen, ob sich die notwendige Anzahl an Ratsmitgliedern für eine Beschlussfähigkeit verändert, falls Mandate niedergelegt werden sollten. Die Verwaltung kündigte hierzu eine Prüfung an.
Die Gemeinde hatte bereits zuvor hybride Sitzungen beschlossen, um Ausfälle künftig besser vermeiden zu können. Die Umsetzung läuft derzeit noch.
Glasfaserarbeiten sollen nachgebessert werden
Außerdem berichtete die Bürgermeisterin über eine gemeinsame Begehung mit dem Unternehmen htp zur Glasfaserkabelverlegung in Sehlde.
Nach Angaben der Gemeinde sollen in mehreren Straßenbereichen Nachbesserungen erfolgen. Ein Protokoll der Begehung liege derzeit noch nicht vor.